Zeitzeugen

Wer könnte besser aus früheren Zeiten berichten, als diejenigen, die sie selbst miterlebt haben? Deshalb sollen auf dieser Seite Radiomacher und -hörer zu Wort kommen und ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Geschichten teilen.

Die Gespräche entstanden z. T. in Zusammenarbeit mit Erich Wartusch, Thomas Kircher von FM Kompakt und Markus Fischer von Welle M1.

 

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Axel Buchholz

Axel Buchholz kann auf rund 40 Jahre bei der "Europawelle Saar" des Saarländischen Rundfunks zurückblicken. Nach einer kurzen Zeit beim Sender Freies Berlin kam er durch sein Studium in Saarbrücken zum SR und arbeitete dort im Jugendfunk und im Zeitfunk. Seit dem Start der refomierten "Europawelle Saar" war er von Anfang an dabei und wurde später auch deren Programmleiter. Im Gespräch berichtet er aus der frühen Zeit der Europawelle und wie der SR seine Programme über die Jahrzehnte immer wieder an die veränderten Hörgewohnheiten anpassen musste.

Benny Schnier

Bayern 3, Radio C und Radio Xanadu - nur ein paar Stationen, die man in der Radiolaufbahn von Benny Schnier findet. Seit 1981 sitzt er hinter dem Mikrofon. Wie es dazu kam, dass er einer der Nachfolger von Thomas Gottschalk in "Pop nach 8" wurde, was ihn an den "Piratensendern" aus Südtirol gereitzt hat und warum es heute kein Classic Rock Programm in München gibt, erzählt er im Gespräch.

Bernd Mühlstraßer

Bernd Mühlstraßer war begeisterter Hörer von Bayern 3 seit der ersten Stunde. Zusammen mit Anja Spilling hat er die bekannte B3-History-Webseite aus der Taufe gehoben, welche ausführlich an über 30 Jahre Bayern 3 und dessen Macher erinnert. Im Gespräch erzählt von seinen ersten Radioerinnerungen, wie er zum Fan von Thomas Gottschalk und den SDR 3 Hitparden wurde, welche Höhen und Tiefen er in über 30 Jahren Programm von Bayern 3 erlebt hat und was er sich vom heutigen Radio wünscht.

Carlo von Tiedemann

Seit über 45 Jahren ist Carlo von Tiedemann eine feste Größe im NDR. Bundesweit bekannt wurde er zwar durch die "Aktuelle Schaubude" und "Show & Co. mit Carlo" im Fernsehen, immer treu geblieben ist er aber bis heute auch dem Hörfunk. Nicht lange nach seinen ersten Einsätzen im Zeitfunk ("Kurier am Mittag") ging es für ihn in die Unterhaltung. Bis Ende der 1990er Jahre moderierte er diverse Sendungen in NDR 2 und ist seitdem regelmäßig auf NDR 90,3 zu hören. Aus über 45 Jahren Radiogeschichte erzählt er im Gespräch.

Dr. Helmut Simon

Dr. Helmut Simon kann ohne Zweifel zu den Privatradiopionieren in Deutschland gezählt werden. Er ist "Vater" eines der ersten Lokalradios in Bayern: Radio NWO in Kaufbeuren. Im Interview erzählt er von den Anfängen des Lokalradios in Bayern, den gesetzlichen Rahmenbedingungen und seinem "Kind" Radio NWO.

Ernst Grissemann

Unterhaltungschef, Gründer von Ö3, Hörfunkintendant, Landesintendant in Tirol - Ernst Grissemann hat österreichische Radiogeschichte geschrieben. Wie war der Rundfunk in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg organisiert? Wie baut man ein neues Radioprogramm auf? Wie sah das Programm des ORF-Hörfunks in den 1960er und 1970er Jahren aus? Für diese und viele weitere Fragen hat sich Ernst Grissemann eine Stunde Zeit genommen und Erich Wartusch und Andreas Knedlik auf einen Mokka im ORF RadioCafé im Wiener Funkhaus getroffen.

Franz Förth

Der Wunsch, eines Tages beim Radio zu Arbeiten, kam bei Franz Förth bereits sehr früh. Nicht viel später durfte er Ado Schlier, Thomas Brennicke oder Werner Götze assistieren. Über 40 Jahre lang war er dann als Musikredakteur in der Abteilung "Leichte Musik" beim Bayerischen Rundfunk tätig. Wie DJ-Sendungen damals abliefen und wie sich die Arbeit der Musikredaktion über die Jahrzehnte verändert hat, erzählt Franz Förth im Gespräch.

Herbert Köhler

Herbert Köhler hörte schon in der Kindheit intensiv Radio. Noch während des Studiums fing er beim Münchner Privatsender Radio 2DAY an und kam 1989 zum Bayerischen Rundfunk, wo er als Stations- und Nachrichtensprecher tätig war. Im Programm Bayern 1 moderierte er ab 1991 außerdem u. A. die Sendungen "Gut aufgelegt", "So schön klingt Blasmusik", "Schlagerkarussell", das "Glückwunschkonzert" und den ARD-Nachtexpress bzw. -Radiowecker. Im Gespräch berichtet er aus seiner Zeit bei einem der kleinsten privaten Programme und einer großen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt.

Jürgen Herrmann

Jürgen Herrmann kam 1971 zum Jugendfunk des Bayerischen Rundfunks. Ein paar Jahre darauf wechselte er als Musikredakteur in die Abteilung "Leichte Musik" und betreute und moderierte über vier Jahrzehnte lang Sendungen in Bayern 3. Im Interview berichtet er, wie Bayern 3 entstanden ist, wie der Bayerische Rundfunk auf den Start der Privatradios reagiert hat und wie er zu Formatradio steht.

Jürgen Kolb

Im März 2017 hatte Jürgen Kolb seine letzte Nachrichtensendung - höchste Zeit, um auf 38 Berufsjahre beim Hessischen Rundfunk zurückzublicken. Seit 1979 im Sprecherdienst, las Jürgen Kolb nicht nur Nachrichten und Verkehrsmeldungen, sondern war auch als Moderator in den Programmen des HR aktiv. Über seine lange Zeit beim Rundfunk, seine Leidenschaft für das gesprochene Wort, wie sich der Beruf des Sprechers über die Jahrzehnte verändert hat und warum es in der ARD eine Aussprachedatenbank gibt, erzählt er im Gespräch.

Jürgen Ochsenreither

Jürgen Ochsenreither war beim Start der Lokalradios in Nürnberg von Anfang an dabei. Bei Radio F, anfangs "Die aktuellen Pressewelle", war er viele Jahre Moderator und Musikredakteur. Im Gespräch erzählt er, wie das Programm damals klang, die Musikauswahl zustande kam und sich Technik und Programm über die Jahre verändert haben und verändern mussten.

Martin Himmelheber und Dieter Lachermund

  Es gab und gibt nur wenige private Radioprogramme, welche unabhängig von Verlagshäusern geführt werden bzw. wurden. Eines davon war Radio Neckarburg aus Mariazell (Landkreis Rottweil). 1990 auf Sendung gegangen hielt man sich dort nicht an Formatvorgaben oder Beraterfirmen, sondern machte Lokalradio "aus dem Bauch heraus". Martin Himmelheber und Dieter Lachermund waren über viele Jahre Mitarbeiter des Senders und berichten aus Ihrer Zeit in einem der sicherlich ungewöhnlichsten "Funkhäuser" Deutschlands.

Michael Rother

Michael Rother kam 1976 zum Bayerischen Rundfunk. Nach der anfänglichen Tätigkeit als Studioassistent war er knapp vierzig Jahre im Schaltraum und als Sendetechniker tätig, bevor er sich 2016 in den Ruhestand verabschiedet hat. Im Gespräch erzählt er aus seiner langen Zeit an den Mischpult-Reglern, wie der Alltag im Sendungsbetrieb der 1980er Jahre aussah und wie sich der Umstieg auf die digitale Technik gestaltet hat.

Michael Schneider

"Nachwuchssprecher gesucht" - Dieser Aushang brachte Michael Schneider 1976 zum Bayerischen Rundfunk. Anfangs als Stationssprecher und Moderator, dann fast ausschließlich in den Nachrichten, wo er zu einer der Nachrichtenstimmen des BR wurde. Im Gespräch erzählt er, was sich in den über 40 Jahren seiner Tätigkeit vor dem Mikrofon verändert hat, welche Aufgaben ein Stationssprecher früher hatte und wie die Programme damals klangen. Dass die Talente des Tischtennis-Könners allerdings nicht nur im Vorlesen der Texte anderer lagen, stellte er auch viele Jahre beim Rai Sender Bozen unter Beweis, wo er selbst die Musik auswählte und moderierte.

Peter Bertelshofer

Eines der wenigen, von Verlagshäusern unabhängigen Lokalradios in Bayern ist Radio 2DAY in München. Seit über 30 Jahren wird das Programm als Familienbetrieb von Peter Bertelshofer geführt. Thomas Kircher hat mit ihm darüber gesprochen, wie er das Programm aus der Taufe gehoben hat, welche Höhen und Tiefen es in den Anfangsjahren gab und warum er seinen Sender nie verkauft hat.

Petra Pascal

Die Karriere von Petra Pascal begann 1969 als Chanson-Sängerin. 1975 gestaltete sie ihre erste Hörfunksendung, bevor Sie dann ab den 1980er Jahren überwiegend für den Rundfunk arbeitete. Über 30 Jahre war sie u. A. beim WDR ("Café Carlton"), Radio Bremen ("Sonntagsausgabe"), dem Hessischen Rundfunk ("Musik liegt in der Luft", "ARD-Nachtexpress"), dem Deutschlandfunk und der Deutschen Welle zu hören. Über die Gestaltung der Sendungen und wie sich diese und die Arbeit beim Hörfunk über die Jahrzehnte verändert haben, erzählt sie im Gespräch.

Rainer Nitschke

Radio Luxemburg, SDR, WDR, Radio Bremen - nur ein paar Stationen, bei denen Rainer Nitschke in seinem über 50-jährigen Rundfunkleben tätig war. Vor allem beim Süddeutschen Rundfunk und WDR 4 gestaltete und moderierte er über Jahrzehnte Musik- und Unterhaltungssendungen zu fast jeder Tages- und Nachtzeit. Über seinen Start bei Radio Luxemburg, die Entwicklung von Sendungen auf SDR 1 und SDR 3, die Jahre im Kölner Funkhaus und vieles mehr erzählt er im Gespräch.

Stefan Schwabeneder und Walter Blum

Beide haben eine Gemeinsamkeit: Sie sendeten 1987 auf derselben Frequenz in Augsburg - auf 92,2 MHz. Aber sie waren bei verschiedenen Programmen, da die Frequenz damals noch zwischen Radio Fantasy und Radio Tele 1 aufgeteilt war. Stefan Schwabeneder und Walter Blum - besser bekannt als "Fiete" - können also aus erster Hand berichten, wie das Lokalradio in Augsburg auf Sendung ging. Dies und vieles mehr im Zeitzeugengespräch.

Thomas Schmidt

Thomas Schmidt war einer der langjährigsten Moderatoren von SWR1 Baden-Württemberg bzw. SDR 3. 1984 kam er zum Studio Mannheim des Süddeutschen Rundfunks, wechselte wenig später nach Stuttgart und war maßgeblich an der Entwicklung von SDR 3 beteiligt. Bis heute ist die jährliche SWR1-Hitparade ein fester Programmbestandteil, für welchen Thomas Schmidt zusammen Stefan Siller 1989 mit der "Top Tausend X" und ein Jahr später mit der "Top 2000 D" die Grundsteine gelegt haben. Thomas Schmidt verstarb im Oktober 2019 vollkommen unerwartet. Über seinen Weg zu SDR 3, die ersten Hitparaden und wie es zum Wechsel zu SWR1 Baden-Württemberg kam, erzählt er im Gespräch.

Volker Croll

Im Gespräch mit Thomas Kircher erzählt Volker Croll aus seiner Zeit beim Bürgerradio, RTL Radio, dem ersten "Radio-Network" in Deutschland, und dem Stadtradio in Stuttgart, wo er von 1988 bis 1997 jede Woche mit seiner Oldiesendung zu hören war.

Werner Reinke

Seit 1968 ist Werner Reinke im Radio aktiv. Zunächst als Sprecher bei Radio Bremen, dann beim Hessischen Rundfunk, wo er durch Sendungen wie die "Hitparade International" oder die "Mittagsdiscotheke" zu einem der bekanntesten und beliebtesten Moderatoren wurde. Heute moderiert er jeden Samstagvormittag die musikjournalistische Sendung "Reinke am Samstag" in hr1. Wie man als Holzimportkaufmann zum Rundfunk kommt, womit man einer Studiotechnikerin ein Geburtstagsgeschenk machen kann und wie seine Sendungen entstehen, erzählt er im Gespräch.